NICOLE HENNING

Richard III

2005 Stadttheater Konstanz
Regie: Dagmar Schlingmann
Kostüme: Inge Medert
Musik: Alexandra Holtsch

mit: Maria Falkenhagen, Johannes Maximilian Klama, Michael Kienzle, Georg Melich, Saskia Petzold, Nina Schopka, Patrick Serena, Dirk Sikorski, Leander Schneider, David Tobias Schneider, Georg Spiegelfeld, Merten Schroedter, Hans Helmut Straub, Melanie von Sass, Fridolin Weiner, Stefan Weiss

Richard ist ein Spieler, und weil ihn das Spiel der Liebe nicht sonderlich interessiert, verlegt er sich auf ein reizvolleres Spiel: er ist gewillt ein Bösewicht zu werden. Sein Ziel ist der Königsthron, die politische Macht. Skrupellos ist sein Weg dorthin. Mit eiskaltem Kalkül spinnt Richard Intrige an Intrige, ein Widersacher nach dem anderen wird aus dem Weg geräumt. Dabei entwickelt er, der Missgestaltete, der von der Natur Benachteiligte, geradezu unwiderstehliche Züge. Selbst die Frauen, deren Männer er tötete, deren Kinder er ermorden liess, lassen sich von ihm verführen. Doch als Richard auf dem Gipfel der Macht angelangt ist, als er sich endlich die Krone auf den Kopf setzen kann, wendet sich das Blatt: zuviel Blut klebt an seinen Fingern, zu masslos sind seine Wünsche, zu wenige Verbündete sind ihm geblieben. Dem Wahnsinn nahe, begibt sich Richard schliesslich in einen aussichtslosen Kampf gegen seine Widersacher. Das Spiel der Macht geht weiter.

Die Bühne war leer, abgesehen von ein paar, an eine Schlosskulisse erinnernde, Bühnenteile, die vor weiterem Gerümpel der Hinterbühne standen.
Ausserdem gab es einen Sessel (Richards Thron) und einen Bürostuhl auf Rädern. Für seine Reden hatte Richard einen Laufsteg, der ins Publikum hinaus ragte. Gleich daneben, am vorderen rechten Teil der Bühne war ein Abstieg in die Unterbühne und damit in das Verliess von Richards Bruder. Dies war auch einer der 4 Spielorte, die mit Überwachungskameras auf die 4 Monitore unterhalb des Portals übertragen wurden. Die 3 anderen waren: das Zimmer von Richards Schwester (Technikraum), der Aufenthaltsraum von Richards Untertanen im Schloss (hinter der Kulisse auf der Hinterbühne), ein Ort irgendwo im Schloss (Seitenbühne neben dem Fahrstuhl). König Richard konnte so seine Untertanen und Widersacher beobachten, bis sein Tun entdeckt wurde und die Beobachteten den Spiess umdrehten.

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Szenenfotos:

Stills aus der Videoaufzeichnung: